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Hassbotschaften im Internet
Soziale Netzwerke immer öfter Zielscheibe von bedrohenden Inhalten
Extremisten und Terroristen versuchen immer stärker, über soziale Netzwerke im Internet ihre Botschaften zu verbreiten. Das geht aus einem Bericht des jüdischen Simon Wiesenthal Zentrums hervor. Medienangaben zufolge existieren derzeit 11.500 Internetseiten mit Hass-Inhalten. Das sind 20 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Angegriffen werden vor allem Juden, Katholiken, Muslime, Hindus, Frauen, Homosexuelle und Immigranten. Den größten Zuwachs an Hass-Inhalten enthielten persönliche Blogs, Facebook, MySpace, YouTube und Twitter. Gruppierungen wie die Kolumbianische Guerillabewegung FARC, die Hisbollah, die Hamas oder das neo-nazistische Internetforum „Stormfront“ benutzen die publikumsstarken sozialen Netzwerke als Propagandainstrument, suchen nach Unterstützung für ihr Vorhaben und rekrutieren Menschen. Obwohl derartige Seiten beobachtet werden, sei es schwierig zu unterscheiden, welche Drohungen ernst zu nehmen „und welche nur Gerede“ sind, so die Autoren. Gleichermaßen gilt jedoch auch: Das Internet ist in vielen Diktaturen und Regimen ein Instrument, der Opposition Gehör zu verschaffen und sich über die staatliche Zensur hinweg zu setzen.
Ausgabe: Sommer 2010









