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(c) proMedienmagazin/AnnaWirth
Islam braucht Reformen
Islamwissenschaftlerin fordert neue Auslegungsmethode des Korans
Für Reformen innerhalb der muslimischen Theologie hat sich die Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher (Foto) ausgesprochen. Während eines Vortrags des „Berlin Forum for Progressive Muslims“, das von der Friedrich-Ebert-Stiftung ausgerichtet wurde, machte sie deutlich, dass selbst unter muslimischen „Mainstreamtheologen“ Gewaltstrafen, wie sie die Scharia – das islamische Recht – vorschreibe, gang und gäbe seien. Die wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Islamfragen der Deutschen Evangelischen Allianz verlangt daher eine Änderung der Auslegungsmethode islamischer Schriften, berichtet das Medienmagazin pro.
„Jeder Text, der 1.400 Jahre alt ist, muss interpretiert werden“, sagt sie. Man lege aber den Koran nach wie vor wie zu der Anfangszeit des Islams aus. Daher gelte die Scharia noch heute als untrennbar mit dem Koran verknüpft. Ein Recht, das aus den Anfangszeiten des Islams stamme, müsse in einer modernen Gesellschaft zwangsläufig Probleme verursachen. „Der Islamismus hat ausgedient“, ist sich Schirrmacher daher sicher. Er versklave, da er die Gott gegebene Gleichheit abschaffe und Minderheiten wie Andersdenkende ins Abseits dränge.
Ausgabe: Winter 2011













