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Ich wünsche mir Weltfrieden
Kürzlich haben wir uns mal wieder den Film „Undercover“ mit der Schauspielerin Sandra Bullock angesehen. Sie spielt darin eine verdeckte Ermittlerin in der Verkleidung einer Teilnehmerin an einem Schönheitswettbewerb. Stereotypisch – wie zu erwarten – wünscht sie sich das, was sich jede Teilnehmerin eines Schönheitswettbewerbs wünscht: Den Weltfrieden! Dazu kann man ihr nur gratulieren, denn das kommt richtig gut an.
Am Ende des Films überlegten wir, was wir uns an ihrer Stelle gewünscht hätten. Vielleicht Weisheit in Form von Einsicht, Verständnis und Urteilsvermögen – die kommen auch gut an. Oder vielleicht Stärke in Form von Elan, Macht und Können – so etwas braucht man heutzutage auf jeder Ebene. Vielleicht auch noch Reichtum – auch wenn der nicht unbedingt glücklich machen soll. Das sind in sich drei Dinge, die wir Menschen sehr schätzen und begehren. Darüber haben sich schon die Israeliten im Alten Testament gefreut. Wer als weise, stark oder wohlhabend bezeichnet wurde, musste sich keinesfalls schämen, wenn er denn diese Dinge gemäß Gottes Willen erworben und genutzt hatte.
Doch gleichzeitig sind Weisheit, Stärke und Wohlstand nicht nur gute, sondern auch „gefährliche“ Geschenke Gottes. Denn sie können uns leicht überheblich werden lassen. Es ist gut, die Gaben Gottes zu genießen, aber es ist noch viel besser, den Geber aller guten Gaben zu kennen: „Der Weise soll sich nicht wegen seiner Weisheit rühmen, der Starke nicht wegen seiner Stärke und der Reiche nicht wegen seines Reichtums. Grund sich zu rühmen hat nur, wer mich erkennt und begreift, was ich will. Denn ich bin der Herr, der Gnade, Recht und Gerechtigkeit auf der Erde schafft! An Menschen, die sich danach richten (sich das wünschen), habe ich Freude!“ (Jeremia 9, 22-23) Gnade, Recht und Gerechtigkeit. Das sind drei gute Dinge, die ganz oben auf Gottes Prioritätenliste stehen. Jedes Mal, wenn wir jemanden mit Güte und Freundlichkeit begegnen oder uns für das Wohl eines anderen einsetzen oder auch etwas in unserem Umfeld verändern, sodass es in Gottes Augen richtig ist, wird Gottes Herz warm und froh.
Jede Bemühung in dieser Richtung – auch wenn nicht perfekt – wird Gott zum Lächeln bringen, weil es ihn auf dieser Erde widerspiegelt. Wer so lebt, sagt Jesus in Matthäus 7,21, kennt in der Tat Gott. Also trachten wir demnächst nach diesen drei Dingen, dann wird uns alles andere geschenkt – zu Gottes Bedingungen und zu seiner Ehre. Und dazu gehört auch der Weltfrieden.“
Doris Schulte arbeitet als Referentin zu Lebens- und Glaubensfragen.
Wilfried Schulte ist Direktor von Neues Leben und Herausgeber dieses Magazins.
Ausgabe: Winter 2011


