Jugendkreis 2.0

Web 2.0, die Nutzung des Internet als soziales Medium, macht es möglich: den größten Jugendkreis Deutschlands. Er soll am 5. Oktober, in der Zeit zwischen 19 und 22 Uhr, an hunderten Orten gleichzeitig stattfinden und dank Internet, Telefon und Fax ein „interaktiver Jugend- und Hauskreisabend“ sein.

Lebendige Songs sind nicht leicht

Was wäre, wenn sich das erfolgreiche amerikanische Rock/HipHop-Trio „dcTalk“ nicht getrennt hätte? Wahrscheinlich wäre sie heute eine der erfolgreichsten christlichen Bands weltweit und hätte inzwischen noch mehr „Grammys“ eingeheimst ...

Blick zum Himmel

Zwölf aus achtzig – vor dieser Wahl stand Claas P. Jambor. Nicht beim Glücksspiel, sondern bei der Entscheidung, welches Dutzend Songs auf seinem neuen Album „Paradise Lane“ (Gerth) erscheinen sollte.

Zwischen Abseits und Jenseits

DVD mit Glaubensbekenntnissen von Fußballstars Während in Südafrika die Fußballer sich von Spiel zu Spiel auf ihren nächsten Gegner vorbereiten, bleibt uns Zuschauern etwas Zeit – zum Beispiel für die folgenden beiden spannenden DVDs ...

Peter Hahne talkt im ZDF

Kein Aprilscherz: Elf Jahre lang verantwortete der Journalist und engagierte Christ Peter Hahne als stellvertretender Leiter das Nachrichtengeschehen im ZDF-Hauptstadtstudio. Damit ist am 1. April Schluss. Der Journalist und Autor bekommt ein neues Wirkungsfeld.

Germany's Next Top-Muttis

Täglich jonglieren sie zwischen Wäschebergen, lackierten Fußnägeln und Kindersachen. Da braucht es mehr als ein „Mutti ist die Beste!“, um als Familienmanagerin und Hausfrau wirklich verstanden zu werden.

Wahrheit ins Herz

Seine Lobpreislieder werden in Gemeinden rund um den Globus gesungen – allen voran natürlich „The heart of worship“ und „Blessed Be Your Name“. Sie haben den Namen „Matt Redman“ bekannt gemacht.

Die Stimme ist zurück

Von Whitney Houston kann man halten, was man möchte. Tatsache ist, sie hat eine der außergewöhnlichsten Stimmen weltweit (u. a. „I will always love you“). Ihr Absturz mit Drogen, häuslicher Gewalt und Scheidung bewegte Millionen.

Halleluja in der Seifenblase?

Sein Name steht wie kaum ein anderer für christliche Pop-Musik. Seit drei Jahrzehnten ist Michael W. Smith im Musikgeschäft erfolgreich. „Worship“ und „Worship Again“ gehören zu den am besten verkauften Gospel-Alben. Im vergangenen Jahr erschien das Live-Album „A New Hallelujah“, zu dem nun die gleichnamige DVD erscheint.

Kochen für Kids

Wollten Sie immer schon mal wissen, was die Bundeskanzlerin daheim am liebsten kocht? – Grünkohl mit Mettwurst. Übrigens: Nachkochen können Sie Angela Merkels Rezept auch. In dem Kochbuch „Essen kommen!“ (Brendow) rufen 100 Prominente zu Tisch und verraten ihr originalgetreues Lieblingsrezept.

Jeremy Camp

Ausdrucksvolle Stimme, persönliche Texte, kernige Sounds – das sind die Markenzeichen von Jeremy Camp. Der 31-jährige US-Sänger gehört zu
den herausragenden Persönlichkeiten in der christlichen Musikszene.

Zeitreise ins Mittelalter

Möchten Sie eine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen, in ein buntes Spektakel mit Rittern, Burgfräulein, altem Handwerk und vielem mehr? All das können Sie bei einem Besuch des christlichen Mittelaltermarkts der Familienkommunität Siloah in Neufrankenroda erleben.

On the Road

Wenn Samuel Harfst (Gitarre) mit seinen Bandkollegen Dominik Schweiger (Cello) und Dirk Menger (Bass, Rhodes, Cello) eins seiner vielen Straßenkonzerte gibt, bleiben oft Passanten stehen – berührt von den leisen, romantischen Klängen.

Songpoet der leisen Töne

Andi Weiss, Sänger und Pianist aus München, ist zum besten christlichen Künstler in Deutschland gekürt worden. Von den Veranstaltern der Künstlermesse Promikon erhielt der 32-Jährige den christlichen Musikpreis „David 2009“ in der Kategorie „Nationaler Künstler“.

Magazin :: Kultur


(c) Stage

Rockende Nonnen

Whoopi Goldbergs Kinoerfolg „Sister Act“ kommt als Musical nach Hamburg

von Stefan Rüth



Erinnern Sie sich noch an die rockenden Nonnen aus dem Kinofilm „Sister Act“? Wie Whoopi Goldberg alias Schwester Mary Clarence das angestaubte Image eines Stadtklosters aufpolierte? Und wie die Nonnenschar am Ende selbstbewusst alte Kirchenlieder als Gospel- und Rock’n’Roll-Nummern schmetterte? – Der Film aus den 90ern ist nicht nur komisch und herzlich, sondern auch unvergessen eine der erfolgreichsten Komödien der Kinogeschichte. Weltweit spielte das Nonnen-Spektakel mehr als 230 Millionen US-Dollar ein und begeisterte alleine in Deutschland fünf Millionen Kinobesucher. Sowohl der Film als auch Hauptdarstellerin Whoopi Goldberg wurden 1993 für einen Golden Globe, der nach den Oscars größten amerikanischen Auszeichnung für Filme, nominiert. Nicht zu vergessen der Erfolg der mitreißenden Musik, von der das ein oder andere Stück, wie beispielsweise „I Will Follow Him“, Eingang in das musikalische Repertoire mancher Kirchengemeinde fand. Insgesamt war der Film ein solcher Überraschungserfolg, dass man nur ein Jahr später die Fortsetzung „Sister Act 2 – in göttlicher Mission“ – drehte, der allerdings, wie so oft bei Nachfolgern, für weniger Furore sorgte. Nun, fast zwei Jahrzehnte später, kehrt der Leinwanderfolg zurück als Bühnenfassung. Ab Herbst ist „Sister Act“ in Hamburg als opulentes und farbenfrohes Musical zu sehen.

Versteckt unter Nonnen


Die Story ähnelt der des Films: Sister Act erzählt die Geschichte der Disco-Diva Deloris van Cartier, die zufällig Zeugin eines Mordes wird. Die Polizei nimmt sie in Schutzhaft und bringt sie an den einzigen Ort, der ihr wirklich Sicherheit bieten soll: ein Kloster. Als lebenslustige Schwester Mary Clarence findet sie schnell Freundinnen unter den Schwestern. Es fällt der genusssüchtigen Diva aber schwer, sich an das strenge Askese-Leben zu gewöhnen. Sie ist keine, die einfach nur stillsitzen kann. Ihr Leben ist die Musik – und ohne die geht es nun mal nicht. Und als sie zum ersten Mal den verstimmten Chor des Klosters hört, steht ihre Mission fest: Den zurückhaltenden Nonnenstimmchen muss mehr Pep eingehaucht werden. Charmant hilft sie dem Chor auf die Notenschlüssel und ermutigt die Schwestern, ihr musikalisches Potenzial zu entfalten. Sie fügt Rhythmen und Gospelklänge hinzu und gibt so dem Nonnenchor ein zeitgemäßes Profil. Das spricht sich rum. Schon bald treibt Deloris Seite an Seite mit ihren Schwestern den Gospel in die Herzen des Publikums. Nicht nur das: Ganz nebenbei verhilft die neu motivierte Ordensschar dem heruntergekommenen Viertel zu neuem Lebensmut. Deloris riskiert dabei sogar ihre Undercover-Tarnung. Werden die Gangster sie nun kriegen? Oder hat die Bande die göttliche Kraft einer Schwesternschaft unterschätzt?

Familienfilm mit ermutigendem Charakter


Die unterhaltsame Komödie spielte sich als Familienfilm in die Herzen eines Millionenpublikums. Und das ohne Action und groß angelegte Spezialeffekte. Was „Sister Act“ auszeichnet, sind die Beziehungen, die die Menschen mit- und zueinander haben. So sagte Hauptdarstellerin Whoopi Goldberg einst über den Film: „Das Wichtigste für mich ist die Beziehung von Deloris und den Nonnen, denn die ist es, die den Film funktionieren lässt.“ – Und genau das spürt auch jeder Zuschauer. Der Leinwandspaß beinhaltet zahlreiche Szenen, in denen sich die Personen trotz ihrer charakterlichen Unterschiedlichkeit sehr wertschätzend begegnen, sich respektieren und ermutigen. Gemeinsam entdecken die Nonnen – angestachelt von Deloris –, wie glücklich es sie macht, das in ihnen schlummernde musikalische Potenzial zu entfalten. Und als sie erleben, wie viel Freude sie wiederum anderen damit schenken können, rollt eine Welle der Begeisterung durch die ganze Gemeinde. So hat der Film damals denn auch bei manch einem das bisherige Bild von Kirche beeinflusst: Kirche muss nicht langweilig sein, sondern macht Spaß, stiftet Gemeinschaft und transportiert – allein schon durch Musik – eine Botschaft. Und so kam es, dass der Erfolg der Sister Act-Filme Anfang der 90er-Jahre eine neue Popularität der Gospelmusik entfachte. Viele Menschen zog es auf einmal zu entsprechenden kirchlichen Angeboten.

Veränderte Fassung

Nun, achtzehn Jahre später, lädt „Sister Act“ mit Swing, Gospel und Rock’n’ Roll nicht in die Kirchen- oder Klostermauern ein, sondern in die Hallen des TUI-Operettenhauses Hamburg. Dort, mitten in der Musicalhauptstadt Deutschlands, wird ab Herbst 2010 die zweieinhalbstündige Bühnenfassung zu sehen sein. Allerdings leicht verändert. Denn auf die bekannten und doch auch sehr beliebten Songs des Films von 1992 wie „Hail Holy Queen“ oder „I Will Follow Him“ müssen Sister-Act-Fans leider verzichten. Die Ursache dafür liegt schlichtweg im Genre selbst. „Die Musik in Musicals muss vor allem einen großen Teil der Geschichte transportieren, Charaktere vorstellen und ist Teil der Erzählweise. Die Songs sind nicht nur einfach Hintergrundmusik wie häufig im Film“, erklärte eine Sprecherin des TUI-Operettenhauses. Und auch für die Produzentin, Whoopi Goldberg höchstpersönlich, stand trotz der Schönheit der von ihr damals selbst eingesungenen Songs fest: „Es musste etwas völlig anderes her als der Soundtrack, den man kannte, denn das hier ist nicht der Film.“ Für sie selbst liege der Film eine halbe Ewigkeit zurück. Da brauche man etwas wirklich Brandneues, Frisches und Aufregendes, so Goldberg. Die neue Musik lieferte der Komponist Alan Merken, der bereits für Disney- Filme wie „Die Schöne und das Biest“ oder „Arielle, die Meerjungfrau“ Lieder kreierte. Regie führt Carline Brouwer, die „Sister Act“ bereits in London auf die Bühne brachte, wo es seit Juni vielbeachtet in englischsprachiger Fassung aufgeführt wird. In Hamburg ist voraussichtlich am 2. Dezember Premiere.

Stefan Rüth ist Redakteur beim Magazin NEUES LEBEN.


Ausgabe: Sommer 2010