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Glaube macht stark
Wer sich angenommen fühlt, kann sich besser entfalten
„Ein Glaube, der davon ausgeht, dass man von Gott bedingungslos geliebt wird, ist heilend und lebensfördernd“, sagt der Theologe Hans-Joachim Eckstein. „Ein Mensch, der weiß, dass er von Gott angenommen ist, kann sich bejahen und entfalten.“ Aufpassen müsse man, wenn man glaube, die Liebe Gottes sei vom eigenen Handeln abhängig: Man müsse sie sich sozusagen erst verdienen. „Dann macht der Glaube krank“, so der Tübinger Wissenschaftler.
Die selbst-bejahende Haltung hingegen hilft, sogar Krankheit, Schwachheit und das eigene Sterben besser zu akzeptieren. Ähnlich äußerte sich auch der Psychologe Ulrich Giesekus. „Es macht Menschen stark, wenn sie an einen barmherzigen Gott glauben“, sagte er auf einem christlichen Kongress. Optimismus, Dankbarkeit, Vergebungsbereitschaft seien die Folge – und damit auch tragende Gemeinschaften. Eine solche Gemeinschaft ist laut dem Psychologen für ein erfüllendes Leben viel wichtiger als jeder Besitz, jede Bildung oder die Jugend. Am glücklichsten fühlen sich Menschen, die gute Sozialkontakte, gelingende Liebe und Aktivitäten erfahren, in die ihre persönlichen Begabungen einfließen, so Giesekus.
Ausgabe: Winter 2011











