Magazin :: Leben

(c) iStock/plherrera
Gottvertrauen nimmt den Schmerz
Forscher sprechen sich für Bibel als Therapiehilfe aus
Glaube versetzt Berge – dieses Bibelwort ist gemeinhin bekannt. Dass Glaube allerdings auch hilft, Schmerzen zu bewältigen, war für die Religionspsychologen der Universität Trier neu. Sie untersuchten 150 Schmerzpatienten und stellten fest: Gottvertrauen senkt den Schmerz. Je stärker der Glaube im Leben eines Patienten ist, desto weniger nimmt er den eigenen Schmerz war. Allerdings könne der Glaube auch eine gegenteilige Wirkung entfalten – nämlich dann, wenn sich der Betroffene hilflos fühlt und mit Gott hadert. Eine solche Reaktion verstärke den Schmerz. Insgesamt zeigte die Untersuchung, dass der Glaube in Krisenzeiten eine besondere Bedeutung gewinne.
„Helfende Personen in der Praxis sollten sich vor Augen führen, dass, ebenso wie viele andere Aspekte, auch Glaubensaspekte Einfluss auf das Schmerzerleben eines Patienten haben können“, sagt die Psychologin Claudia Appel. Sie und ihre Kollegen empfehlen daher auch das Einbeziehen von bestimmten Bibelstellen sowie die Besprechung von Glaubensinhalten im Rahmen einer Therapie.
Ausgabe: Frühjahr 2010






