Magazin :: Meldung

(c) WorldVision
Krise in Somalia verschärft
Flüchtlingstragödie am Horn von Afrika
Das Horn von Afrika erlebt die schlimmste Dürre seit 60 Jahren: Bisher erreicht das Welternährungsprogramm zwar etwa acht der mindestens elf Millionen Menschen, die vor allem in Somalia, Äthiopien, Kenia und Dschibuti akute Hilfe benötigen – aber immer noch sind etwa 3,5 Millionen Menschen direkt vom Hungertod bedroht, berichtet die Deutsche Welle zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Magazins. Besonders in Somalia ist die Lage prekär: Hier ist fast die Hälfte der Bevölkerung hilfsbedürftig, die Mehrheit lebt im Süden des Landes, wo islamistische Extremisten keine ausländische Hilfe zulassen. 1,5 Millionen Menschen sind im Land selber auf der Flucht, über 800.000 sind laut NZZ in die Nachbarländer oder sogar noch weiter geflüchtet.
Dabei sind die Flüchtlingslager längst überfüllt, Seuchen drohen auszubrechen. Experten warnen daher vor einer „noch größeren Katastrophe.“ Anhaltende Konflikte, das Fehlen einer funktionierenden Regierung und Gerichtsbarkeit sowie Überfälle und Entführungen von humanitären Helfern erschweren eine langfristige Entwicklungshilfe in Somalia enorm. Derzeit fehlen laut Welternährungsprogramm noch 250 Millionen Dollar, um überhaupt die Nothilfe weiter zu führen.
Ausgabe: Herbst 2011











