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Offene Megakirchen
Evangelikale Großgemeinden in den USA Vorreiter gegen Rassismus
Vorurteile und Ausgrenzungen zwischen unterschiedlichen Hautfarben und Ethnien sind in den USA noch längst nicht überwunden. Das spiegelt sich auch in der Kirchenlandschaft wider: Noch immer besuchen viele Schwarze, Weiße, Lateinamerikaner und Asiaten verschiedene Gemeinden – eine „unterschwellige Rassentrennung“, kommentiert das amerikanische Time Magazine. Ausnahme hierbei bilden die Megakirchen, also Kirchen mit mindestens 1.000 Besuchern. In evangelikal geprägten Großkirchen habe sich der Anteil von Ausländern im Vergleich zu 1998 vervierfacht. 25 Prozent der Gottesdienstbesucher waren 2007 demnach Schwarze, Asiaten oder Lateinamerikaner. Im Vergleich dazu: In weniger als acht Prozent aller amerikanischen Kirchen sind Minderheiten sonst stark vertreten. Grund für die positive Entwicklung in den Megakirchen sei, dass die Pastoren in den vergangenen Jahren gezielt Angehörige anderer Hautfarben und Abstammungen in die Gottesdienste eingeladen hätten. „Das ist ein Wendepunkt in der Geschichte des Landes“, schreibt der „Time“-Autor weiter. Denn obwohl nur etwa sieben Prozent der Amerikaner in Megakirchen gehen, haben diese durch ihre nationale und internationale Vernetzung enormen Einfluss.
Ausgabe: Sommer 2010







