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Organspende, Ja oder Nein?
Transplantationsgesetz wirft ethische Fragen auf
Deutschland bekommt ein neues Transplantationsgesetz: Es soll regeln, wie mit einer möglichen Organspende nach dem Tod umgegangen wird. Die Diskussion darüber wirft eine Menge ethischer Fragen auf, an denen sich auch die Kirchen beteiligen. Der christliche Bahn-Manager Markus Hofmann, der seit sieben Jahren mit einer gespendeten Niere lebt, sagte gegenüber „idea“: Eine Organspende sei ein Zeichen christlicher Nächstenliebe und geschenkter Hoffnung. Er sei zuversichtlich, dass sein im Tod vererbtes Organ dem Empfänger zum Segen werde.
Kritisch äußerte sich hingegen der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb. Seiner Meinung nach müsse man noch klären, ob der Hirntod tatsächlich das richtige Kriterium zur Feststellung des Todeszeitpunkts sei. Außerdem müssten auch wirtschaftliche Fragen offengelegt werden: „Wer verdient wann, was, weshalb und wie viel an den Transplantationen?“ Zurzeit sterben in Deutschland durchschnittlich drei Menschen täglich, weil sie nicht rechtzeitig ein Organ erhalten. Die Gesetzesnovelle, die spätestens 2012 in Kraft treten muss, soll vor allem die Zahl der Organspenden erhöhen.
Ausgabe: Herbst 2011











