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Bildung und Glaube
Gedenkjahr würdigt Reformator Philipp Melanchthon
Schon zu Lebzeiten wurde Philipp Melanchthon (1497–1560) der Titel „Lehrer Deutschlands“ zuteil. Zu Recht, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich der Feierlichkeiten zu seinem 450. Todestag und würdigte den Reformator als „großen Deutschen“. Sein Streben könne man mit dem Slogan zusammenfassen „Bildung für alle“, so die Kanzlerin. Die Kirche brauche auch heute solche Persönlichkeiten, sagte der amtierende EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider bei dem Festakt in der Wittenberger Schloßkirche. Wie kein Zweiter habe er sich für Bildung eingesetzt. Das müsse auch „unsere Sache sein“, so Schneider. Melanchthon, der lange im Schatten seines Wegbegleiters Martin Luther stand, bemühte sich vor allem, die klassisch-humanistische Bildung mit dem christlichen Glauben zu verbinden. Bis heute gilt er damit als der große Pädagoge der Reformation, der den Protestantismus weit über Deutschland hinaus zur Bildungsbewegung gemacht hat. Zum 450. Todestag finden zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen statt, vor allem in den beiden für Melanchthon bedeutenden Orten, seiner Geburtsstadt Bretten, wie seinem Wirkungsort Wittenberg. Alle Termine gibt es im Internet unter: www.melanchthon.com
Ausgabe: Sommer 2010







